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Arbeitswelt

New Work beschreibt die Veränderung der Arbeitswelt. Aufgrund neuer Prozesse in der Wirtschaft, aber auch aufgrund der Veränderung innerhalb der Gesellschaft. In einer Welt, welche immer digitaler und globalisierter wird, fliesst auch Arbeit und Freizeit immer mehr ineinander. Auch wenn wir Technologie als wichtig erachten, bleibt für uns der Mensch entscheidend. Denn es sind seine Talente, die für uns zählen. Die CSV Schweiz setzt sich daher gleichsam für gute politische Rahmenbedingungen für unsere Unternehmen und die Work-Life-Balance von Arbeitnehmenden ein.  

In der zukünftigen Arbeitswelt sind vielfältige Talente gefragt. Der moderne Mitarbeiter hat nicht mehr nur eine spezifische Qualifikation, sondern mehrere. Wir werden nicht ein Leben lang einen einzigen Beruf ausüben können, weil sich der Arbeitsmarkt und seine Bedürfnisse schnell verändern. Um dies zu ermöglichen, braucht es in der Schweiz ein kostengünstiges und durchlässiges Bildungssystem, welches es Allen erlaubt sich weiterzubilden. Mit dem steigenden Fachkräftemangel wird zudem auch die ältere Generation immer mehr gefragt sein.

 

Hier müssen wir anpacken:

Unsere Arbeit muss sich lohnen! Während die Lebenshaltungskosten in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen sind, stagnieren die Löhne. Der Mittelstand wird zunehmend belastet, was zu einer höheren Abhängigkeit vom Staat führt und dies gilt es zu verhindern.

Wir alle müssen flexibler werden! Beruf und Familie dürfen sich nicht gegeneinander ausspielen. Im Gegenteil. Das Angebot flexibler Arbeitszeitmodelle muss zum heutigen Unternehmensstandard gehören. Ergänzend fordern wir bezahlbare Betreuungsangebote, die es Eltern erlauben, ganz im Sinne ihrer persönlichen Work-Life-Balance, ihr Berufs- und Familienleben frei zu gestalten.

Wir brauchen wieder Patrons! Der Patron wurde in den letzten Jahren vom CEO abgelöst. Diesen Wandel spüren wir nun im Wirtschaftsumfeld. Verantwortung wird nur noch für kurze Zeit übernommen, und die Mentalität des langfristigen Erfolgs scheint verloren gegangen zu sein. Die Schweiz, deren wirtschaftliches Standbein die KMUs sind, braucht daher langfristig sichere und attraktive Rahmenbedingungen für Firmeninhaber. Die Unternehmenskultur sehen wir als kritischen Erfolgsfaktor und diesem müssen wir wieder mehr Sorge tragen.

Die Digitalisierung muss uns unterstützen! Die Digitalisierung wird nicht kommen, sie ist schon da. Arbeitsabläufe und Prozesse werden stetig optimiert und verbessert. So bleibt unsere Wirtschaft wettbewerbsfähig und das ist gut so. Gleichzeitig wird dadurch aber auch der Schutz von Daten und unserer Privatsphäre immer wichtiger. Wir müssen uns bewusst werden, dass der Schutz der Privatsphäre bald keine Grundvoraussetzung mehr sein wird und wir dafür kämpfen müssen. Die aufkommende Always-ON Gesellschaft bringt grosse Gefahren in persönlicher und gesundheitlicher Weise. Diese gesundheitlichen Risiken müssen genauso im Arbeitsrecht abgebildet werden, wie die neuen Arbeitsformen der Gig-Economy von Freelancern bis zum Arbeitsverleih. Hier muss die Schweiz ihre Hausaufgaben machen und die Anpassungen im Arbeits- und Urheberrecht schnell vollziehen.

Dem Fachkräftemangel entgegenwirken! Dem Fachkräftemangel können wir selbst entgegenwirken, aber wir müssen etwas tun dafür. Wir sehen ein grosses Potential in der Generation ü50. Denn diese Menschen sind Know-How Träger und keine Kostenfaktoren. Dass man daher den Wiedereinstieg von diesen Menschen erschwert, ist für uns fragwürdig. Wir sind überzeugt, dass mit Massnahmen im Bereich der Umschulungen aber auch in der beruflichen Vorsorge, die Rahmenbedingungen so verändert werden können, dass die Generation ü50 wieder ihre Erfahrungen in Unternehmen einbringen kann und so ein langfristiger Erfolg für Arbeitnehmer und Arbeitgeber entsteht.

Die Altersvorsorge muss sicher sein – für Jung und Alt! Unsere Vorsorgesysteme kränkeln und wir müssen uns bewusst sein, dass wir nun endlich eine grosse und auch einschneidende Reform benötigen. Nur so schaffen wir es, unser bewährtes System der 3-Säulen aufrecht zu erhalten. Diese Reform muss von den Arbeitgebern mitgetragen werden und darf sich nicht nur auf längeres Arbeiten, höhere Beiträge der Arbeitnehmenden oder tiefere Renten beschränken.

Die Freiwilligenarbeit hält die Schweiz zusammen! Rund 700 Millionen Stunden Freiwilligenarbeit leisten die Schweizerinnen und Schweizer jährlich. Das ist die Grundlage unserer Gesellschaft in den Bereichen Sport, Kultur, Soziales, Gesundheit und Politik. Doch mit Besorgnis sehen wir zu, wie dies jährlich abnimmt. Die Rahmenbedingungen für Freiwilligenarbeit sind klar verbesserungswürdig, denn es fehlt auf nationaler Ebene eine klare Strategie zur Förderung des Vereinswesens. Doch noch viel mehr als das, benötigt es eine breite Unterstützung und Anerkennung von Freiwilligenarbeit seitens Arbeitgeber.

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